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ZF rechnet mit 15 Milliarden Euro Umsatz

Der Automobilzulieferer ZF aus Friedrichshafen bleibt auf Wachstumskurs. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahrs erreichte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 23 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Konzernchef Hans-Georg Härter bei weiter dynamischer Geschäftsentwicklung mit einem Umsatz von rund 15 Milliarden Euro. Das wären 2,1 Milliarden Euro mehr als 2010. Das hat Härter heute bei der ZF-Pressekonferenz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt bekanntgegeben.

Die weltweit hohe Nachfrage nach energieeffizienten und wirtschaftlichen ZF-Produkten lässt das Unternehmen trotz Eurokrise, US-Staatsverschuldung und weiteren Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten weiter wachsen. In Nordamerika lag das Plus in den ersten acht Monaten bei 48 Prozent. Auch in West- (+ 21 %) und Osteuropa (+ 37 %) sowie Südamerika (+ 20 %) verzeichnete ZF zweistellige Zuwachsraten, die Region Asien-Pazifik (+ 7 %) entwickelte sich für ZF etwas verhaltener.

Die positiven Geschäftsaussichten veranlassen das Unternehmen, seine internationalen Produktionskapazitäten auszubauen. Erwartet wird vor allem eine steigende Nachfrage nach Automatikgetrieben für Pkw. Bis Ende dieses Jahres wird ZF 1,5 Millionen Einheiten verkaufen; im Jahr 2015 wird sich diese Zahl planmäßig vermutlich verdoppelt haben. ZF reagiert auf die starke Nachfrage einerseits mit dem Ausbau des Getriebe-Produktionsstandorts Saarbrücken, andererseits baut der Konzern parallel dazu für rund 300 Millionen Euro im US-Bundesstaat South Carolina ein neues Getriebewerk, in dem von 2013 an 8-Gang- und 9-Gang-Automatgetriebe produziert werden.

Um die Lieferkette zu sichern hat ZF vom Getriebegehäuse- und Druckgussspezialisten Honsel dessen Nürnberger Werk mit rund 750 Stammbeschäftigten und 150 Zeitarbeitskräften übernommen. Bereits vor der Übernahme hatte der Standort rund zwei Drittel seines Umsatzes mit dem ZF-Konzern gemacht – unter anderem bezieht ZF aus diesem Werk Gehäuse für seine 6- und 8-Gang- sowie Doppelkupplungsgetriebe.

Mit Hochdruck forciert ZF zudem den Einstieg in den Windenergiemarkt. „Wir greifen hier auf ein beispielloses Produkt-Know-how und Prozesssicherheit im Getriebebau zurück. Insofern bietet sich diese Diversifizierung im Kerngeschäft an“, unterstreicht Vorstandschef Härter. Rund 70 Millionen Euro investieren die Friedrichshafener in den Aufbau einer Produktionsstätte in Gainesville im US-Bundesstaat Georgia. Dort werden ab dem kommenden Jahr Getriebe für Vestas hergestellt, den Weltmarktführer für Windenergieanlagen. Mit der geplanten Übernahme des belgischen Windkraftgetriebe-Herstellers Hansen will ZF die Präsenz in diesem Marktsegment stärken. (ampnet/jri)

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